Schule Holderbach Zürich

 

Schülerinnen und Schüler sind verschieden. Die Interessen und der Entwicklungsstand, die Voraussetzungen und Bedürfnisse, Begabungen und Neigungen, aber auch kleinere oder grössere Lernschwierigkeiten sind von Kind zu Kind unterschiedlich.

Die Lehrpersonen der Regelklassen versuchen, jedem Kind so gut wie möglich gerecht zu werden und es seinen Möglichkeiten entsprechend zu fördern. Dabei werden sie von Schulischen Heilpädagogen und Heilpädagoginnen (SHP) im Rahmen der Integrativen Förderung (IF) unterstützt.

 

Was sind besondere pädagogische Bedürfnisse?

Bei Kindern, welche die Lernziele ihrer jeweiligen Schulstufe nur mit besonderer Anstrengung, nur teilweise oder gar nicht erreichen, spricht man von einem «besonderen pädagogischen Bedürfnis». Diese Bedürfnisse können vorübergehend auftreten oder auch über eine längere Zeit andauern. Wenn die Anforderungen der Schule und die Voraussetzungen einer Schülerin oder eines Schülers nicht übereinstimmen, sind gezielte Fördermassnahmen im Rahmen der Integrativen Förderung (IF) notwendig.

 

Was macht die Schule?

Beim Unterricht in der Regelklasse ist die Zusammenarbeit zwischen der Klassenlehrperson und der SHP von grosser Bedeutung. Gemeinsam sollen besondere pädagogische Bedürfnisse so rasch als möglich erkannt werden.

Werden besondere pädagogische Bedürfnisse beobachtet oder vermutet, lädt die Klassenlehrperson oder eventuell

die/der SHP die Eltern, zu einem Schulischen Standortgespräch ein. Dabei werden die Bedürfnisse und Ziele sowie das Vorgehen besprochen und protokolliert. Braucht es weitere Abklärungen wird der Schulpsychologische Dienst beigezogen.

Weichen die individuellen Ziele massiv von den Klassenlernzielen ab, werden individuelle Lernziele vereinbart. Dann kann auf eine Benotung im Zeugnis in einem oder mehreren Fächern verzichtet und stattdessen ein Lernbericht ausgestellt werden.

Spätestens nach einem Jahr werden die Massnahmen an einem weiteren Schulischen Standortgespräch überprüft.

 

Was ist Integrative Förderung IF?

Die speziell ausgebildete Förderlehrperson (SHP) besucht im Kindergarten und auf der Primarstufe regelmässig oder

zeitweise den Unterricht. Von ihrer Mitarbeit profitieren alle Schülerinnen und Schüler und die Schule wird als Ganzes

gestärkt.Die Integrative Förderung unterstützt die Lehrpersonen oder die einzelnen Kinder insbesondere bei folgenden Heraus-forderungen:

  • allgemeines Lernen (z.B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Lernstrategien)
  • Schreiben und Lesen
  • mathematisches Lernen (z.B.Rechenschwäche)
  • Umgang mit Anforderungen (z.B. Motivation, Aufgaben, Verhalten, …)
  • Umgang mit Menschen (Sozial- und Verhaltenskompetenz),

Die Förderung baut auf den Stärken der Kinder auf. Sie ist auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und unterstützt sie in ihrer schulischen und sozialen Entwicklung. Diese Begleitung kann inner- oder ausserhalb des Klassenverbandes, einzeln oder

in Gruppen stattfinden.

Auch die Lehrpersonen werden durch die SHP in ihrer Förder- und Integrationsarbeit unterstützt. Dies erfolgt zum Beispiel durch gemeinsames Planen und Führen des Unterrichts (Teamteaching), durch das Beobachten des Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler, durch das Bereitstellen von geeigneten Unterrichtsmaterialien und der Wahl geeigneter Unterrichtsformen. Die SHP erstellen die individuellen Förderpläne und schreiben in Absprache mit der Klassenlehrperson den Lernbericht.


Was können Eltern tun?

Probleme, die einen Einfluss auf das Lernverhalten des Kindes haben, können nur gelöst werden, wenn Eltern und Lehrpersonen zusammenarbeiten. Beteiligen Sie sich deshalb interessiert und aktiv am Schulgeschehen Ihres Kindes und zögern Sie nicht, das Gespräch mit der Klassenlehrperson zu suchen, wenn Sie Fragen haben. Wenn Sie ein besonderes pädagogisches Bedürfnis Ihres Kindes vermuten oder feststellen, können Sie ein Schulisches Standortgespräch bei der Klassenlehrperson verlangen.

Im Schulischen Standortgespräch wird auch vereinbart, wie die Eltern ihr Kind unterstützen können. Viele Schwierigkeiten zeigen sich auch zu Hause im Alltag oder bei den Hausaufgaben. Es ist wichtig, dass die Unterstützungsmassnahmen der Eltern mit denjenigen der Schule abgestimmt sind und sich gegenseitig ergänzen.

 

Wer sind die Lehrpersonen für integrative Förderung im Schulhaus Holderbach?

Martin Willi, Urs Werner, Lucia Forrer, Roger Keller

 

 


Integrative Förderung