Schule Holderbach Zürich

Zum Medienkonsum unserer Kinder

 

 

Liebe Eltern

           

95% der Schweizer Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy.

79% von diesen Geräten sind Smartphones.

89% der Befragten nutzen täglich oder mehrmals pro Woche das Internet.

82% haben ein eigenes Profil in einem Sozialen Netzwerk (z.B. Facebook).

2% der Mädchen und 19% der Jungen haben Pornofilme aufs Handy geschickt bekommen.

 

Das ist ein kleiner Ausschnitt aus den vielen Zahlen der James-Studie von 2012, die unter einer  repräsentativen Gruppe von

12- bis 19-jährigen Jugendlichen in der Schweiz durchgeführt wurde.

               

Viele Eltern und Erzieher würden die Kinder und Jugendlichen am liebsten von all diesen Einflüssen der neuen Medien abschirmen, um sie in einer heilen Welt aufwachsen zu lassen. Nach den Verfassern der Studie ist das aber weder möglich

noch sinnvoll, denn Medien bieten auch vielfältige Entwicklungs- und Lernchancen. Es ist im Gegenteil wichtig, dass Heranwachsende sich Medienkompetenz aneignen. Das heisst, mit den neuen Medien verantwortungsvoll und bewusst

umgehen lernen.

 

Medienkompetenz im Internetzeitalter umfasst neben dem technischen Wissen, wie digitale Medien zu bedienen sind, nach wie vor die Fähigkeit, gut lesen und schreiben zu können. Zudem bedeutet ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien: Vorsichtig mit persönlichen Daten zu sein.

 

Der Bundesrat hat ein nationales Programm „Jugend und Medien 2011 bis 2015“ ins Leben gerufen.

Kindern und Jugendliche sollen einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien lernen und wissen, wie sie sich vor Gefahren schützen können. Damit dies gelingt, müssen die Eltern, die Lehr- und Erziehungspersonen wichtige Begleitaufgaben übernehmen.

 

Die wichtigsten Vorbilder dabei sind Sie, liebe  Eltern. Sie müssen den Mediengebrauch zu Hause regeln und sich auch daran halten. Wenn beispielsweise während des Essens der Handygebrauch verboten ist, benutzen auch sie das Gerät während dem Essen nicht. Zudem sind Sie wichtige Vertrauenspersonen, wenn Ihr Kind im Internet unangenehme Begegnungen gemacht oder schockierende Inhalte gesehen hat. Ein klärendes Gespräch kann der Fixierung auf falsche Rollenbilder und auf komische Vorstellungen von Liebe und Sexualität vorbeugen.

 

 

 

Die Schule kann zwar auch einen Beitrag zur Medienkompetenz der Jugendlichen leisten, die Regelung der Mediennutzung ist aber vorwiegend Elternsache. Es gibt dazu eine einfache Regel:

Sie lautet: 3 - 6 - 9 - 12, was so viel bedeutet wie:

- kein Bildschirm unter 3 Jahren,

- keine eigene Spielkonsole unter 6 Jahren,

- kein Internet vor 9 Jahren und

- kein unbeaufsichtigtes Internet vor 12 Jahren.

 

Die Durchsetzung solcher Regeln ist für die Eltern häufig kein Zuckerschlecken und mit Konflikten verbunden. Wer diese scheut, muss damit rechnen, dass der Medienkonsum der eigenen Kinder völlig überbordet und sich auf die schulischen Leistungen negativ auswirkt (Übermüdung, Konzentrationsprobleme, fehlende Aufgaben, Leistungsabfall). In solchen Fällen werden wir Ihnen

in einem Elterngespräch unsere Beobachtungen aufzeigen und mit Ihnen Lösungsansätze diskutieren oder Sie an eine Fachstelle verweisen.

 

Grundsätzlich gilt:

Auf dem Schulareal Holderbach gilt die Regel, dass alle elektronischen Geräte während der Unterrichtszeit / Hortzeit

abgegeben werden müssen. Sie stehen den Kindern erst nach der Schule wieder zur Verfügung.

 

Für Klassenlager gelten separate Regeln:

Es kann sein, dass eine Lehrperson die technischen Möglichkeiten der Handys für Unterrichts-zwecke nutzt und den Gebrauch für gewisse Lektionen freigibt. Es gilt in der Nutzung immer zwischen den Chancen und Risiken abzuwägen.

 

Sie als Eltern könnten sich bei der medialen Begleitung Ihrer Söhne und Töchter an die folgenden zehn Regeln halten, die in einer Elternbroschüre des Bundes herausgegeben wurden. Sie richten sich insbesondere an Eltern mit Kindern von 0 - 13 Jahren, doch auch für die Begleitung von Jugendlichen im Teenager-Alter sind einige davon wichtig:

 

  1.  Begleitung ist besser als Verbote

  2.  Kinder brauchen medienkompetente Vorbilder

  3.  3-6-9-12 Regel

  4.  Beachten Sie Altersfreigaben auf Spielen und DVD‘s

  5.  Zeiten für die Nutzung von Bildschirmen gemeinsam festlegen

  6.  Bildschirme sind keine Babysitter!!!

  7.  TV, PC und Spielkonsolen gehören nicht ins Kinderzimmer

  8.  Schauen Sie genau, mit wem Ihr Kind chattet

  9.  Vorsicht mit privaten Daten im Netz

10.  Offene Gespräche sind besser als Filtersoftware

 

Die ganze Elternbroschüre „Medienkompetenz – Tipps zum sicheren Umgang mit digitalen Medien“ können Sie downloaden unter: www.jugendundmedien.ch

 

 

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Das Team der Schule Holderbach